Wir verlassen den Bürgermeister-Fiedler-Platz und gehen weiter auf der
Hauptstraße, die hier gleichzeitig den Marktplatz bildet.
Vorbei an einigen im klassizistischen Stil erbauten Häusern (Haus-Nr. 73, 75 und 79) gelangen wir auf den Martin-Luther-Platz. Der Platz wird dominiert
durch die geschichtsträchtige evangelische Marktkirche mit ihrem Turm aus dem 13. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wird das Gotteshaus erstmals
1199 anläßlich der Verleihung des "Kirchenzehnten" durch Papst Innozenz III. an den Werdener Abt Heribert II.. Die ursprünglich dem hl. Petrus
geweihte Kirche wird im Zuge der Reformation 1552 - 1601 protestantisch, was in den folgenden Jahrzehnten den Widerstand der katholischen Äbte
von Werden entfacht. Nach der Zerstörung und Wiederaufbau im Jahre 1589 wird das Kirchenschiff 1720 abgerissen und durch ein höheres ersetzt.
Einzig der Kirchturm ist aus dem 13. Jahrhundert übriggeblieben. 1749 werden die Orgel und eine sehenswerte Barockkanzel eingebaut. Die Gemeinde
war Wirkstätte bekannter Pfarrer, darunter der Lehrer und Dichter Ferdinand Weerth und der Schriftsteller Friedrich A. Krummacher. Vor der Kirche
stoßen wir auf ein für die damalige Zeit typisches Kriegerdenkmal aus dem Jahre 1888. Bevor wir uns die Häuserzeile
am Martin-Luther-Platz und der "Kirchtreppe" genauer ansehen, sollten wir vorher noch einen Abstecher zur
katholischen Pfarrkirche St. Peter unternehmen.
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