VON DER BÜRGERINITIATIVE BIS ZUR GEGENWART



 
Ausgang: "Auffällig ist der Mangel, daß im öffentlichen Raum von Kettwig die Präsentation von Kunst fehlt."
13. Dez. 1980 Die Kettwiger Stadtteilzeitung (WAZ/NRZ) regt an, eine Stahlplastik des Essener Künstlers Herbert Lungwitz leihweise im Stadtteil aufzustellen. Es entsteht der Plan, im Raum Kettwig und an die Ruhrufer KUNST IN DEN ÖFFENTLICHEN RAUM zu bringen!
1982 Die Bezirksvertretung IX (Werden-Kettwig-Bredeney) befaßt sich mit der Aufstellung von Plastiken des Bildhauers Lungwitz. Aus Geldmangel ist ein Ankauf nicht möglich.
1983 Aktivitäten von Marianne Kühn sind Anlaß für eine Initiative, um die Bürgerinnen und Bürger Kettwigs mit Arbeiten anerkannter zeitgenössischer Künstler bekannt zu machen.
15. Aug. 1985 Bezirksvertretung Kettwig, Stadtverwaltung Essen und Folkwang-Museum wählen DIE FAMILIE (Herbert Lungwitz) für den Rathausvorplatz Kettwig aus. Der HVV übernimmt mit dem Arbeitskreis SKULPTURENPARK KETTWIG die Initiative. Unter der Bevölkerung beginnt eine lebhafte Diskussion.
1987 Da öffentliche Mittel nicht zur Verfügung stehen, bemüht sich der HVV um Förderer, die als private Leihgeber Kunstwerke aus ihrem Besitz der Öffentlichkeit zugänglich machen.
1988 Gemeinsam mit Unterstützung des zuständigen Ressorts Museum Folkwang und in erfreulicher Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Kommunalpolitikern wird der Skulpturenpark geplant. Der HVV fördert den Wiederaufbau des WEBERBRUNNENS mit einer Brunnenskulptur unterhalb der Kirchtreppe in der Ruhrstraße.
1988 Die Skulptur BREKLOSKU (Werner Graeff) wird als Leihgabe von Hans Grimberg auf dem Rathausvorplatz aufgestellt.
1989 Bürgerinnen und Bürger bringen mit Unterstützung der SPARKASSE ESSEN zum Jahresende 14.247,00 DM für den Aufbau des SKULPTURENPARK KETTWIG zusammen. Die Spendenaktionen werden fortgesetzt.
26. Jan. 1990 Die kinetische Skulptur MIT BEWEGUNG IN DIE ZUKUNFT (Prof. Becker, Düsseldorf) präsentiert Förderer H. Grimberg in der Montebruchstraße zu Kettwig vor der Brücke.
22. Mai 1990 Am südlichen Ruhrufer in Kettwig v.d. Brücke wird die SIEBENER SINUS MIT LOOP als Leihgabe von Friederich Werthmann (Düsseldorf) der Öffentlichkeit vorgestellt.
02. Aug. 1990 Die Brunnenskulptur MAURISKU (Werner Graeff) präsentiert H. Grimberg in der Montebruchstr. 15 zu Kettwig v.d. Brücke.
19. Sept. 1990 Friedrich Arnhard Scheidt beauftragt den Kettwiger Künstler Wolfgang Liesen mit dem Entwurf einer Skulptur zum Weberbrunnen. Der Auftraggeber schenkt dem HVV Kettwig und dem Stadtteil Kettwig aus Anlaß des Jubiläums "100 Jahre Verkehrsverein Kettwig" diese Skulptur.
28. Dez. 1990 DIE FAMILIE (Herbert Lungwitz) - seit 1985 auf dem Rathausvorplatz - verbleibt jetzt in Kettwig. Geldspenden dazu gaben die MITGLIEDER DES HVV, der VEREIN "Pro Ruhrgebiet e.V.", die SPARKASSE ESSEN und die STADT ESSEN.
10. Okt. 1992 Der WEBERBRUNNEN (Wolfgang Liesen) wird von der Oberbürgermeisterin Annette Jäger auf dem TUCHMACHERPLATZ der Öffentlichkeit übergeben.
25. Juli 1994 Der REIHER am Mühlengraben, von Heinrich Winken, Kettwig, 1911 geschmiedet, ist unter die zu schützenden Baudenkmale aufgenommen; vom HVV Kettwig völlig restauriert der Öffentlichkeit übergeben.
27. Mai 1995 Das SICHTBARE UND UNSICHTBARE, ein Geschenk des Essener Künstlers H. Lungwitz an den SKULPTURENPARK KETTWIG, restauriert durch den Förderer Hans Grimberg, aufgestellt im Park an der alten Fähre zu Kettwig v.d. Brücke.
23. April 1997 Die NIROSTA-Skulptur HAGASSINI von Volker Gerlach, Düsseldorf, wird dem SKULPTURENPARK KETTWIG gestiftet durch den Förderer Hans Grimberg und die Firma Krupp, Essen. Standort: Am Promenadenweg, Ecke Ringstraße. Die Skulptur wird am 23.04. 1997 der Öffentlichkeit übergeben.
August 2003 Die Skulptur UNGESTÖRTES WACHSTUM , eine Schenkung der Künstler Eckhard Schichtel und Matz Schulten, finden ihren endgültigen Aufstellungsort in Kettwig am Alten Bahnhof in der Ruhrtalstrasse.
Oktober 2004 Die Skulpturen MENSCHENZEICHEN, eine Schenkung des Künstlers Norbert Pielsticker, zwei vier Meter hohe Stelen aus bräunlich eingefärbten Beton findet man nun an der Kirche am Markt in Kettwigs Innenstadt.
Oktober 2002 Katrin Engelhardt übernimmt von Marianne Kühn die Aufgabe der Betreuung und Fortentwicklung des Skulpturenparks Kettwig
1. Juni 2008

Nachdem der HVV-Ausschuß "Stadtplanung, Standortpflege, Kunst,Kultur" mehrere Jahre lang in fantasievollen Aktionen Geld gesammelt hatte, Spenden der Bürger und der Sparkasse hinzukamen,konnte am 1. Juni 2008 der Märchenbrunnen "Das tapfere Schneiderlein" feierlich eingeweiht werden.Die von Prof. Carl Emanuel Wolff geschaffene Skulpturengruppe - bestehend aus dem Wildschwein am Brunnen und der Figur des Schneiders auf einer Säule- verblüfft durch die ungewöhnliche Sicht auf den Schneider, der aus sicherer Höhe das Wildschwein betrachtet.


 
SKULPTURENPARK KETTWIG
im Heimat- und Verkehrsverein Kettwig e.V.
in Zusammenarbeit mit dem FOLKWANGMUSEUM ESSEN
EMail: skulpturenpark@hvv-kettwig.de

Kontakt:
Katrin Engelhardt, SKULPTURENPARK KETTWIG im HVV Kettwig e.V.,
Telefon 0 20 54 / 8 56 80
EMail: katrin.engelhardt@hvv-kettwig.de