Evangelische Marktkirche


Der Martin-Luther-Platz in der Ortsmitte wird dominiert durch die geschichtsträchtige evangelische Marktkirche mit ihrem Turm aus dem 13. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wird das Gotteshaus erstmals 1199 anläßlich der Verleihung des "Kirchenzehnten" durch Papst Innozenz II. an den Werdener Abt Heribert II.. Die ursprünglich dem hl. Petrus geweihte Kirche wird im Zuge der Reformation 1552-1601 protestantisch, was in den folgenden Jahrzehnten den Widerstand der katholischen Äbte von Werden entfacht. Nach der Zerstörung und Wiederaufbau im Jahre 1589 wird das Kirchenschiff 1720 abgerissen und durch ein höheres ersetzt. Einzig der Kirchturm ist aus dem 13. Jahrhundert übriggeblieben. 1749 werden die Orgel und eine sehenswerte Barockkanzel eingebaut. Die Gemeinde war Wirkstätte bekannter Pfarrer, darunter der Lehrer und Dichter F. Weerth und der Schriftsteller F.A. Krummacher. Vor der Kirche stoßen wir auf ein für die damalige Zeit obligatorisches Kriegerdenkmal aus dem Jahre 1888.